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AKTE/NSU

Gastspiel des dokumentartheater berlin
anlässlich der 75. Jahrestage der Befreiung des KZ Buchenwald

Das Stück befindet sich im aktuellen Spielplan.

Premiere: 07.04.2020

Regie: »das dokumentartheater berlin«

Spielstätte: stellwerk – junges Theater Weimar

AKTE/NSU ist ein dokumentarisches, preisgekröntes und gefördertes Stück über die marodierende Gruppe um Beate Zschäpe, Uwe Böhnhard und Uwe Mundlos. Das Trio soll für zehn Morde,  vornehmlich an Ausländern, verantwortlich sein. Nach der Premiere am 5. Mai 2013, einen Tag vor dem Beginn des sogenannten „Zschäpe-Prozesses“ vor dem OLG München, ist das Stück kontinuierlich an den Prozessverlauf angepasst worden. Es fokussiert sich nicht auf die Täter, vielmehr auf den Gesamtkomplex, vornehmlich auf die Opfer. Es gewährt einen Einblick in das jahrelange Versagen der Behörden, insbesondere der Dienste. Der überwiegende Teil der Spielszenen stellt das Ergebnis aufwendiger Recherchen dar und beruht überwiegend auf tatsächlichen Geschehnissen.

das dokumentartheater berlin unter der Leitung von Marina Schubarth inszeniert seit vielen Jahren Stücke zu komplexen, zeitgeschichtlich und gesellschaftlich relevanten Themen in der Tradition des dokumentarischen Theaters. Die Stücke basieren auf Aussagen von Zeitzeugen und weitreichenden Recherchen.

Die F.A.Z. vom 05.05.2013 zur Inszenierung:
In seinem jugendlichen Eifer (…) ist das Stück doch ein Beispiel dafür, wie man vielleicht Theater machen muss, wenn man den Anspruch hat, mehr als eine besserwisserische Dokumentation, ein Teil der Realität zu sein. Hier spielen Deutsche Deutsche und ausländische Gastarbeiter; Deutschtürken spielen Türken und deutsche Nazis. Kurz: Leute spielen Leute in Deutschland – wahrscheinlich der einzige Weg zu zeigen, dass wir alle, auch angesichts des rechten Terrors, wirklich im gleichen Boot sitzen.