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Sonderpreisverleihung an die Stellwerkinszenierung „Wilhelm Tell – Versuche“

Demokratiepreis "Nah dran!"
beim amarena in Leipzig

Premiere: 27.01.2018

Regie: Stephan Mahn

Spielstätte: Cammerspiele Leipzig

Wir sind Wilhelm Tell.
Wir sind die Kinder Wilhelm Tells.
Wir sind die Autor*innen dieses Theaterstücks.
Wir erinnern uns an einen Apfel und einen Schuss. Eventuell war da noch ein Schwur, auf einem Berg. Unter Umständen war das in der Schweiz. Oder war es doch alles ganz anders?


Die Geschichte um den Meisterschützen und Frischluftfanatiker Wilhelm Tell wurde in der Fassung Friedrich Schillers im 20. Jahrhundert zur Fundgrube für rechte wie für linke Propaganda. Gemeinsam erforscht das Ensemble die Figur des Wilhelm Tell: Wer ist dieser Mann? Ein Nationalheld? Ein Terrorist? Ein Freiheitskämpfer? Ein Hinterwäldler? Oder ein bisschen von allem?

Wir fragen uns, ob politisches Denken in der heutigen Zeit überhaupt etwas wert ist, wenn man dann doch nichts tut. Oder ist es besser, einfach irgendetwas zu tun als gar nichts? — Jetzt sind wir schon wieder etwas aus dem Konzept. —  Wir haben schon lange nicht mehr so ernsthaft über abstrakte Begriffe wie Freiheit und Angst nachgedacht. Der Freiheitsbegriff ist ja auch sehr schwammig, irgendwie eben so ein Schlagwort und so leicht gesagt und dabei so schwer bedacht. — Wo waren wir? Ach ja, genau:

Wir stehen hier auf der Bühne und ihr sitzt dort drüben.
Ihr seid nur da, weil wir hier stehen.
Wir haben etwas für Euch vorbereitet.

von und mit: Konrad Altmann, Charlotte Arendt, Janne Bender, Janek Deußing, Ismene Ehrler, Lena Hofmann, Saskia Williams

Regie: Stephan Mahn
Regieassistenz: Emma Wörtmann
Technische Begleitung: Philipp Münnich, Knut Spangenberg
Theaterpädagogische Begleitung: Christian Schröter
Masken: Seimän
Dank an: Adrian Vollmer, Spiel- und Theaterwerkstatt Erfurt e.V.