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Kafka – eine alltägliche Verwirrung

Stückentwicklung auf Grundlage von Kafkas Texten

Das Stück befindet sich im aktuellen Spielplan.

Premiere: 14.06.2018

Regie: Regine Heintze

Bühnenbild: Mila van Daag

Spielstätte: stellwerk Weimar

Franz Kafka hat einzelne Gedanken auf kleine Zettel notiert und diese Gedankensplitter später zu kleinen Geschichten verdichtet. Seltsame und völlig absurde Realitätsverschiebungen, das Scheitern der Menschen, ihr vergebliches Streben, ihre Paranoia sind die Themen vieler Texte. Jene Geschichten über die Rätselhaftigkeit der Welt, der der Einzelne oft ohnmächtig gegenüber steht. Diese Erzählungen entbehren in ihrer Tragik nicht auch einer gewissen Komik. In einer Welt, in der jede Veränderung der Realität als Bedrohung empfunden wird, unabhängig von der Erscheinungsform der Bedrohung. Ist das alles wirklich so, wie es scheint?

Mit großem Spaß an der Entschlüsselung dieser verstellten Texte, stellt das Ensemble Kafkas Worte das Ensemble als Blaupause zum Zustand unserer heutigen Welt dar. Herr Blumfeld, Protagonist, gespielt von vier Darsteller*innen, ist ein Junggeselle, der sich in die Einsamkeit seiner vier Wände zurückgezogen hat. Dort verbringt er seine Lebenszeit mit der Furcht vor der Welt. In den eigenen Wänden wagt er sich halb mutig an Musik und Tanz und stellt sich alle Möglichkeiten, dem Leben zu begegnen, theoretisch vor, aber immer gebeutelt von der Angst, was ihm draußen passieren könnte.

Franz Kafka wurde 1883 in Prag in eine jüdisch-bürgerlichen Kaufmannsfamilie geboren. Sein Leben, auch schon seine Jugend, war geprägt durch Widersprüche. Dem Vater wurde er nie gerecht. Trotz seiner vielen sozialen Kontakte, lebte er psychisch sehr isoliert. Er selbst bezeichnete sich als menschenscheu und ängstlich. Hieraus resultiert sicher seine besondere Art des literarischen Schaffens, welches uns bis heute so viele Rätsel aufgibt, aber auch fasziniert.

Es spielen: Arian Wichmann, Georg Schollän, Klara Günther, Maria Seidel

Regie: Regine Heintze
Bühne: Mila van Daag
Kostüm: Andrea Wöllner
Audio: Arian Wichmann
Foto: Matthias Pick