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Kabale und Liebe

nach Friedrich Schiller

Was passiert, wenn sich junge Menschen mit einem klassischen Stoff von Friedrich Schiller auseinandersetzen? Sie erleben Luise, gerade 16, und Ferdinand, Anfang 20, in ihrem ersten echten Verliebtsein. In dieses Spiel kommen Lady Milford als Nebenbuhlerin, Wurm als Intrigant mit seinem ganz eigenen Interesse gegenüber Luise und beide Eltern, die äußerst bemüht sind ein waches Auge auf ihre Tochter bzw. ihren Sohn zu haben.

Premiere: 21.06.2013

Regie: Yves Hinrichs

Bühnenbild: Matthias Neumann und Martin Bertram

Spielstätte: stellwerk Weimar

Die Figuren bei Schiller torpedieren sich gegenseitig durch Eigennutz, Missverständnisse und durch Verletztheit.

»Ein Gran Hefe reicht hin, die ganze Masse in eine zerstörende Gährung zu jagen«

Auf der Bühne begegnen sich heute junge Menschen anfänglich in großer Lust und Leichtigkeit in der Liebe – unbedarft und fern ab vom Alltag. Doch was passiert, wenn es nicht »läuft«? Man versucht dagegen anzugehen, man investiert, gibt sich Mühe, schafft gute Laune oder gute Stimmung. Wenn die Probleme ernsthafter werden, wenn Missverständnisse überhand nehmen, über Abschied und Trennung gesprochen wird und über das Bedauern darüber, dann schlägt es um in Wut, Verzweiflung, Trauer, in Rache und Hass. Und dennoch bleibt die unglaubliche Sehnsucht nach Nähe, nach Zärtlichkeit, Zuhören und Trost.

Zehn junge Spieler im Alter zwischen 14 und 20 Jahren nehmen Friedrich Schiller ernst, im Text und im Spiel, denn menschliches Verhalten, Gefühlsregungen und Denkweisen ändern sich nicht von heute auf morgen, bleiben sogar über Jahrzehnte gleich bzw. ähnlich.

es spielen: Gillian Budenz, Kay Büschenfeld, Rafael Ecker, Leah Faßbender, Nathalie Joppien, Rada Melzer, Luisa Muhammad, Markus Oehlke, Laura Stranzl, Lena Vogel

Regie: Yves Hinrichs

Dramaturgie: Janine Henkel
Bühne: Matthias Neumann, Martin Bertram

Die Inszenierung »Kabale und Liebe« ist entstanden in Kooperation mit der Weimarer Kulturdirektion als Weimarer Beitrag für das Festival »Schiller liebt« der Schillerstädte Jena, Meiningen, Rudolstadt und Weimar. Sie wurde im April 2014 mit dem Thüringer Theaterpreis ausgezeichnet.