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Kaffee-Kuchen-Action Art III | Holding Space – Räume bergen

1. Internationales Performance Art Festival Weimar

Premiere: 22.06.2018

Spielstätte: stellwerk weimar

Kaffee – Kuchen – Action Art III, das Kaffeeklatschwochenende der anderen Art.

Unter dem Titel ‚Holding Space-Räume bergen‘ findet vom 22.-24.06. das erste Internationale Performance Kunst Festival in Thüringen statt. Organisiert und kuratiert vom Performance Netzwerk Thüringen, werden  regionale, überregionale und internationale Peformance Künstler*innen für Live-Performances, Workshop, und interaktive Zuschauerformate im stellwerk Weimar zusammenkommen.

Programm

Freitag, 22.6.2018
14:00 bis 19:00 Uhr Performanceworkshop mit Enok Ripley
20:00 Uhr Ausstellungseröffnung mit Performance von Maryna Makarenko

Samstag, 23.6.2018
11:00 bis 16:00 Uhr Performanceworkshop mit Enok Ripley
19:00 Uhr Live Performances

Sonntag, 24.6.2018
11:00 bis 13:00 Uhr Runder Tisch als partizipatives Vermittlungsformat mit Alex Talamo
ab 16.00 Uhr Live Performances

Ausstellung
„Orte werden in Räume verwandelt. Sie organisieren das Spiel der wechselnden Beziehungen, die die einen zu den anderen haben. Diese Spiele sind sehr zahlreich.“                                                                                  aus Michel de Certeau, Praktiken im Raum
Wir formen Raum aus uns selbst heraus. Wir beleben Orte durch Austausch und Vermengungen. Wir treten in Beziehungen. Wir bergen Räume um der Revolution ein zuhause zu geben.  Wir stellen aus; im Rahmen des 1. Internationalen Performance Art Festival Weimar – Holding Space.
Die Journalistin und Kunstschaffende Anna Perepechai hat sich in ihrer Fotoserie „IamwhoIambutwhoamIwhenIamyou“ in den ganz privaten Raum ihrer Mitbewohner begeben. Sie hat sich in ihm bewegt, als wäre sie sie und war doch sie selbst in einer anderen Rolle. Über den privaten Raum hinaus, hat sich Franziska Burkhardt in der Tanzperformance „The Space Between“ mit dem sozialen Raum in Städten beschäftigt.
Ein Tunnel, ein Zwischenraum, ein Nicht-Ort der Begegnungen. Doch wer begegnet sich hier? Eine Besondere Beziehung zum Thema „Holding Space“ hat Fenia Kotsopoulou. In „CORPOFESTO“ geht es um Urteil, um Scham und eine neue Definition dessen.   Christoph Blankenburg nimmt uns mit auf einen „performativen Ausflug“ zu „Am Scheitelpunkt der Kraft“; von der Menschlichkeit beflügelt kommt es zum Kontakt mit versteinerten Statuen.
Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, den 22.06., begrüßen wir Maryna Makarenko (Berlin/Ukraine) mit einer Live-Soundperformance  im Dialog mit ihrer Videoinstallation „Jellyfish“ und der Auseinandersetzung mit einem intim verflüssigten Raum.

Workshop mit Enok Ripley
Mit Lumina wollen wir performative Aktionen und Bilder entwickeln, die das ‚wahre Selbst‘, unsere biografische und kollektive Identität, in uns und dem Gegenüber entdecken und künstlerisch erforschen. Diesem nähern wir uns über rituell codierte und verschlüsselte Sprachen, über Phänomene des Unterbewussten, über unsere Körpererinnerung und bisher nicht betretene Räume.
Wie können wir die gegenwärtige Realität untergraben, sie überleben, in ihr gedeihen? Wie können wir in ihr zusammen etwas Neues schaffen? Wie schaffen wir es uns als Autor*innen unseres eigenen Handelns in Raum und Zeit wahrzunehmen? Und wie schaffen wir es unsere Vorstellungen von Utopie und Ideal mit anderen zu teilen oder geheim gehalten zu halten, zu verstecken oder sichtbar zu machen?
Lumina richtet sich an Künstler*innen und Nicht-Künstler*innen, an Pädagog*innen, Lehrer*innen und alle die sich mit Ideen und Bildsprache Performativer Kunst bereichern wollen und nach neuen Wegen und Perspektiven suchen. Im Besonderen adressiert dieser Workshop die trans-, queer- und LGBTQI Community.

Teilnehmergebühr:
Mitglieder des Stellwerk Weimar: 30€
Nichtmitglieder des Stellwerk Weimar: 60€

Anmeldungen unter: perform.thueringen@gmail.com oder kontakt@stellwerk-weimar.de

Weitere Infos unter:
Webseite: http://performance-thueringen.de
Facebook: https://www.facebook.com/groups/1493057251022881/?ref=br_rs

Enok Ripley
Performance Künstler aus Kanada (Montreal)
„Durch meine Performances und Rituale versuche ich die Dissonanz von Körperbildern zu ihrer Umgebung in der Gesellschaft, zu erforschen. Dies sind Körper, die sich mit Ungerechtigkeiten auseinandersetzen und sich normativen Grenzen widersetzen. Wiederkehrende Themen in meinen Arbeiten sind Körperrituale, religiöse Ikonographie und Objekte die oft übersehen, vergessen, unterworfen oder zurückgewiesen sind.“

Runder Tisch
Am Sonntag, dem 24.6., laden wir zu einem partizipativen Gesprächs- und Workshopformat  ein, um performativer Strategien und Denkweisen für schulische und politische Bildung zu diskutieren. Hierbeiwollen wir uns den Thema Gender, Queerness und sexueller Selbstbestimmung widmen. Wir beobachten die zunehmende Prominenz und Dringlichkeit dieser Themen sowohl in aktuellen gesellschaftlichen, als auch in künstlerischen Auseinandersetzungen. Die Gastkünstlerin Alex Talamo (Australien), deren künstlerische Arbeit stark von der Auseinandersetzung mit queer Identität geprägt ist wird einen inhaltlichen Input dazu  geben und die eigene performative Arbeit hierzu vorstellen. Im Anschluss ist ausserdem geplant, praktisch performative Strategien zur Bearbeitung des Themas selbst auszuprobieren.

Achtung: eine schriftliche Anmeldung per Mail ist erforderlich.

Performances
Kaffee-Kuchen-Action III wird das erste Mal als ein komplettes Festivalformat stattfinden und bis zu 10 Performancepositionen präsentieren. Diese setzen sich traditionell aus thüringer Performer*Innen, sowie nationalen und internationalen Künstler*Innen zusammen. Zusätzlich wird es eine Koproduktion von Thüringer Performancekünstler*Innen und der international renommierten Performerin/Tänzerin Sara Simeoni (Italien), geben.

teilnehmende Performer*innen:
enok ripley
sara simeoni + paul friedrich, marie künne, claud, eunike kramer, lisa mayer
samira engel
andreas grahl
mona hempel
giorgio de santi
marie künne
alex talamo
denise blickhan
claud&fliege

 

Fotos: Bauhaus Universität Weimar, Lorenza Cini, Fenia Kotsopoulou, Enok Ripley