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Gastspiel: Wolfsjagd – auf den Spuren gefühlter Gerechtigkeit

Schauspielensemble Kunstdruck e.V.

Premiere: 23.09.2017

GESTAPOLEITSTELLE WIEN, „Hotel Metropol“: Der ehrgeizige Gestapobeamte Wolf Manhardt beißt sich die Zähne aus an der Widerstandskämpferin Lilly Winter, die im Sommer 1944 in „Schutzhaft“ genommen wurde. Noch setzt er ganz auf seine Kenntnisse und Erfahrungen als Kriminalist, seine viel geschätzte „Verhörkunst“. Wolfs Jagd nach einem Geständnis entwickelt sich jedoch bald zur Obsession und stürzt nicht nur ihn, sondern auch sein Opfer in ein Chaos widerstreitender Gefühle. Es entbrennt ein Kampf um Aufrichtigkeit und Überlegenheit, um die Anerkennung der gefühlten Gerechtigkeit und nicht zuletzt um das Herz des Gegenspielers. Bühnenfassung: Philipp Falser nach dem Roman „Ankunft“ von Fritz Lehner Spiellänge: 100 min., keine Pause

Über Fritz Lehner: Hotel Metropol – Ankunft

„Wenn wir verhaften, schlafe ich am Vormittag, weil die Eingelieferten ohnehin durch die Prozedur gehen“, notiert der Gestapo-Mann Wolf Manhardt am 19. August 1944 in sein Tagebuch.

Um vier Uhr früh hat er die Verdächtige Lilly Winter aus ihrer Wohnung geholt und ins Hotel Metropol am Morzinplatz 1 geschafft, seit 1938 Gestapo-Leitzentrale Wien. Die „erfolgreichste“ im Dritten Reich. 500 Räume, mehrere hundert Beamte, Wolf Manhardt unter den tüchtigsten. Der beste Geheime. Ein Meister des subtilen Verhörs. Kein Schläger. Psychologische Folter. Fast schon elegant. Und diese Lilly Winter, die will er ganz für sich alleine zur Strecke bringen.

Am 19. August 1944 verlässt sich Manhardt noch auf seine Kunst. Bald jedoch schlägt die planvolle Routine in eine schrankenlose Obsession um, die den Gestapo-Mann wie seine Gefangene in einen Mahlstrom von Hass, Mitleid, Eifersucht, Begehren und Liebe zieht.

Quelle: https://www.seifertverlag.at/liest/fritz-lehner-hotel-metropol-ankunft/