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Alice in Runwayland

Ich stelle dir ein Ultimatum. Entweder vertraust du uns, oder... Ab mit dem Kopf.

Das Stück befindet sich im aktuellen Spielplan.

Premiere: 25.03.2017

Regie: Matthias Pick

Bühnenbild: Petra Linsel

Spielstätte: stellwerk Weimar

Frei nach Lewis Carroll

Die Inszenierung ist eine theatrale Konstruktion. Erzählt wird die Geschichte der Figur „Alice“ aus „Alice im Wunderland“ projiziert auf das Fernsehformat von „Germanys Next Topmodel“. So erwacht Alice bei „Wunderlands Next Topmodel“. Ihr Wunsch: Einzutauchen in die schöne neue Glitzerwelt, berühmt sein, schön sein, mit allen Mitteln und wechselnden Gesichtern kämpft sie für ihren Traum.
Wie in „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll geht es um das eintauchen in Parallelwelten in Verbindung zur Reflexion des eigenen Lebens. In der Inszenierung ist es die Parallelwelt des Formates von Germanys Next Topmodel, welches uns als Reality-Format geschönte Wirklichkeiten verkauft, zu der Sehnsucht vieler jungen „Mädchen“, diesen Traum vom Modeln zu leben.
13 junge Menschen im Alter von 13 bis 19 Jahren sind auf der Bühne zu sehen, agieren in mitten der Zuschauer – es gleicht einem Laufsteg, die Fashion-Show beginnt.
Alice trifft auf die skurrilen Figuren im Wunderland, die Grinskatze, die zur Vertrauten in der Modelvilla wird, der verrückte Dr. Hutmacher, er vergibt an der Tortentafel Schönheits-OPs, denn alles was sich lohnt, tut weh.
Die Königin alias Heidi holt Alice aus ihrer jugendlichen Unschuld. Sie stellt ihr ein Ultimatum. Entweder vertraust du uns oder
– ab mit dem Kopf.
Die Inszenierung zeigt das Panoptikum des Medienwahnsinns auf.

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Königin: Ich stelle dir ein Ultimatum. Entweder vertraust du uns, oder… Ab mit dem Kopf.
Königin: Du vertraust uns also?
Alice: Ich vertraue euch.

Alice erwacht. Traum oder Realität? Sie steht kurz davor „Wunderlands Next Topmodel“ zu werden. Es   gibt keinen Plan B – heute werden Träume gelebt oder im Tränenteich ertränkt. Mit allen Mitteln und wechselnden Gesichtern kämpft sie für ihren Traum. Die naive Unschuld des heranwachsenden Mädchens wird dabei zur größten Gefahr – aber auch zur eigenen Macht.
Der Text ist ein Material, gleich der Bühne und unserem Körper. Die Geschichte ein Sinnbild dafür, dass die Fernsehwelt, in die wir uns gerne verlieren, alles andere ist als das Wunderland. Die Mädchen, Spielfiguren im Panoptikum des Wahnsinns, haben keine andere Wahl als sich auszuliefern und ihre Unschuld aufs Spiel zu setzen.

Katze: Starr ich dich an?
Alice: Ein bisschen…

Regie: Matthias Pick
Co-Regie: Sophia-Charlotte Reiser
Szenographie: Petra Linsel
Regieassistenz: Deniz Aytac
Technische Begleitung: Philipp Münnich
Foto: Matthias Pick
Es spielen: Friederike Altmann, Janek Deußing, Maja Himmelreich, Natasha Kößl, Hannah Kowski, Laura Meyer, Eila Sophie Pes, Nicole Pfeiffer, Franz Schiecke, Matteo Schlicht, Jenni Schuchardt, Josi Schuchardt, Theresa Katarina Walter

Mit freundlicher Unterstützung von PAS | Performance Art Studies
Vielen Dank an: Monika Deimling, BBB Johannes Deimling, Kathrin Schremb, Steffi Heiner, Katja Eberhardt und Tabea Hörnlein.