Der Ring des Nibelungen

Der Ring des Nibelungen

Ein Monumentaltheaterprojekt in 1 ½ Stunden mit Leitmotivgarantie

Es gibt Theaterstücke, die einem immer als zu groß erscheinen. Die zu mächtig erscheinen, um sie zu sehen oder gar zu inszenieren. Der Ring mit seinen vier Einzelstücken dauert circa 16 Stunden, hat 34 solistische Einzelrollen (dazu kommen noch Chorauftritte). Wie kann es gelingen, dieses Ungetüm in einer allgemein-erfreulichen Länge von etwa 90 Minuten auf die Bühne zu bringen?
Hinzu kommt: dieses Werk polarisiert. Entstanden zugleich mit dem „Kommunistischen Manifest“, als Untermalung der nationalsozialistischen Wochenschau und in der DDR als großes deutsches Kunstwerk gefeiert, wurde die Musik, aber auch ihr Künstler, regelmäßig politisch vereinnahmt. In einer Zeit, in der immer wieder die Frage gestellt wird, was eigentlich “deutsch” ist, wollen wir Gegenstände suchen, die uns typisch deutsch erscheinen, und diese zu den Hauptdarstellern unseres Rings machen.
Josephine Hock ist Studentin der Zeitgenössischen Puppenspielkunst in Berlin. Vincent Kresse ist Theaterpädagoge am Stellwerk.

Regie: Vincent Kresse /Josefine Hock
Premiere: 18.05.2019
für 15 Jugendliche ab 15 Jahren
Probenauftakt 02.-04.11.18